Montag, 28. August 2017

Lipödem Mode

Lipödem Mode
(c) Petra Jahrend/


Wer unter einem Lipödem leidet hat mitunter Schwierigkeiten die richtige Kleidung zu finden.
Oftmals beginnt das Problem bereits an der Oberbekleidung.

Da bei manchen Frauen auch die Hüften stärker ausgeprägt sind, kommt es nicht selten vor, das auch Oberteile wie Blusen oder T-Shirts eine Nummer größer ausgewählt werden müssen.

Spätestens aber beim Kauf einer Hose beginnen viele zu verzweifeln.
Passt die Hose an den Oberschenkeln, so ist sie zumindest im Bereich der Hüfte zu groß.
Unser Beine sind , je nach Stadium, stark ausgeprägt. 
Bei mir ist es so, das ich , selbst wenn ich eine Hose für meinen Wadenumfang finden sollte, bei den Oberschenkeln große Probleme bekommen würde.

Zwischenzeitlich hat sich eine Firma dieser Problematik erfolgreich angenommen.
Mit Luna Largo ist mittlerweile ein Hersteller  bereit für uns Lip-und Lymphödem Frauen die richtige Kleidung herzustellen.
Das richtige Material zusammen mit einem korrekten Zuschnitt, bester Verarbeitung überzeugen mich total.
Endlich ein Lichtblick am Modehimmel für Frauen wie mich.
Das es voran geht in Sachen Mode zeigt auch Caroline Sprott.
(c) Petra Jahrend/ Caroline Sprott
Wunderschön, jung und dynamisch zeigt sie sich in ihrer Kompression  und trägt dabei noch modische Kleidung. Wer gern sich davon überzeugen möchte:Lipödem Mode.

So und ich gehe jetzt erst einmal shoppen. Bis bald....


Mittwoch, 16. August 2017

Lip-und Lymphtag

Info Tag über das Lip-Lymphödem

(c) Merle Jahrend


Ich bin zwar erschöpft, aber dennoch glücklich.

Seit Monaten durfte ich eine Mitarbeiterin des Sanitätshaus Rulischka bei der Organisation eines Info Tages begleiten.
Wir haben unsere Veranstaltung in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik halten dürfen.

Das Programm war vielseitig. 
Unter anderem war nicht nur das Sanitätshaus Rulischka als Organisator dabei, sondern auch der Kompressionshersteller medi

Wir durften uns als Selbsthilfe-Gruppe auch vorstellen.

Sehr interessant war allerdings der Beitrag der physiotherapeutischen Praxis.
ABER einen Wehmutstropfen gab es dann doch.

Der von uns eingeladene Prof. Dr. Lulay geriet in einen Stau auf einer Autobahn und konnte somit unsere Veranstaltung nicht mehr rechtzeitig beiwohnen.

Sein Vortrag entfiel.

Dennoch, wie ich meine, war unsere Veranstaltung ein voller Erfolg. Die Teilnehmerzahl sprach für sich.
Hier ein paar Bilder.
(c) Merle Jahrend
(c) Merle Jahrend
(c) Merle Jahrend
(c) Petra Jahrend
Foto Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung aller Mitwirkenden.
Herzlichen Dank.

Donnerstag, 10. August 2017

Kompressionshandschuhe

                                          Kompressionshandschuhe

                                                                   
(c) Petra Jahrend

Ich habe die Damen die einen Kompressionshandschuh tragen immer bedauert.
Niemals konnte ich mir vorstellen ,eine solche Kompression tragen zu müssen.
Doch nun ist es für mich Gewissheit.

Seit einigen Tagen bin ich "glückliche" Trägerin von diesen  sehr " schönen" Bekleidungsstücken.
 Nein nun einmal im ernst. Es ist gut, das es diese Erfindung gibt.  Da muss ich gar nicht diskutieren.

Aber sie sind schon sehr gewöhnungsbedürftig.Einfach mal einen Putzlappen nehmen und den Tisch damit abwischen? Das geht nicht mehr.
Schnell mal eine Melone aufschneiden und teilen? Unmöglich.
Eincremen, sich die Hände waschen...
Viele Mitmenschen mögen Mitleid empfinden und denken, dass damit auch Schmerzen/ eine Erkrankung einher geht.

Was aber niemand sieht: Es sind die alltäglichen Handhabungen die nun noch mehr eingeschränkt sind.
Allein hier diese Zeilen zu schreiben bedarf einer gewissen Fingerfertigkeit, die ich erst noch erlernen muss.
Ich trage seit 2004 Flaschstrick-Kompression.


(c) Petra Jahrend

Hier ist eine meiner schönsten Errungenschaften .Als wenn diese Flachstrickversorgung nicht schon noch genügen würde, trage ich zusätzlich  die Armbestrumpfung:



(c) Petra Jahrend


Schöne Farben, oder? Man gönnt sich ja sonst nichts.
Und nun noch die Handschuhe.

Weswegen ich die Handschuhe trage: Seit der OP sind immer noch meine Hände stark angeschwollen. Ich bin mittlerweile 10 Wochen Post OP. Ein Lymphödem ist wahrscheinlich.

Die Handschuhe sollen weitere Flüssigkeitsansammlungen verhindern.
Zusätzlich erhalte ich manuelle Lymphdrainage, sowie muss in den Lympha Press.

Perfekt- mit dieser Krankheit wird mir nie langweilig....




Dienstag, 1. August 2017

Schokoladige Spendenaktion

Die Spendenaktion hatte Erfolg   

                                                                  
(c) Merle Jahrend

Nachdem meine Tochter hier auf meinem Blog den Scherz von meinem Mann gepostet hatte, das er sich für jeden Pflasterwechsel eine Tafel Schokolade wünscht, startete eine Freundin von mir eine Spendenaktion.

Wir haben letzten Freitag zusammen mit einigen Mitgliedern der Wendland Lilys ein Grillfest gefeiert.

Bernd war nichts ahnend direkt von der Arbeit zum Findlingspark Clenzer Schweiz gefahren um mit uns zusammen zu grillen.

Anfangs durfte er mit einigen Ehemännern unserer Damen für uns grillen...smile

Doch zum Ende hin stand meine Freundin auf und überreichte ihm einen Karton mit Schokolade und Pralinen.

Wie verlegen er dabei war, zeigen , schätze ich mal, die Bilder.

Und es zeigt einem doch, wie viel Freude Personen anderen machen können. Wie z.b. mit Schokolade.

Auf diesem Weg allen ein herzlichen Dankeschön!!!!

(c) Merle Jahrend
(c) Merle Jahrend

Samstag, 22. Juli 2017

Wenn die Seele Erholung braucht

Meine Seele schreit nach Erholung


(c) Merle Jahrend


Seit nunmehr 7 Wochen und 6 Operationen bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich alles seelisch gut überstanden habe.

Wenn ich so zurück blicke, dann muss ich schon sagen, das ich mir vor meinem Eingriff, niemals hätte vorstellen können, das so viele Komplikationen auf mich zukommen würden.

Umso mehr war ich erfreut, als mein behandelnder Arzt, mir mit Falten auf der Stirn ,erlaubte, mit meiner Familie den vor einem Jahr gebuchten Urlaub in Dänemark begleiten zu dürfen.

Erstmals fuhr mein Mann die gesamte Fahrtstrecke. Und ich war Beifahrerin. Ich sass mit Kissen abgefedert neben ihm auf den Beifahrersitz und hatte meine Kühlakkus auf meinen Armen.

Im Haus fing ich gleich hysterisch an alles mit Desinfektionsmittel auszusprühen.
Auch nicht normal. Ich weiß.


(c) Merle Jahrend


Aber dann kam ich an. Und mit jeden Tag ging es meiner Seele besser.
Die Verbandswechsel machte mein Mann. Abends, in aller Ruhe.

Ich konnte mit an den Strand gehen. Langsam, da ich nicht so viel schwitzen durfte. Wegen der Nekrose in der Achsel des rechten Armes.
(c) Merle Jahrend


An einem Tag am Strand zog mein Mann mir dann meinen Bolero aus. Und ließ mich Schulterfrei am Strand spazieren gehen. Ein völlig neues Gefühl. 
Ich weiß nicht mehr wie lange es her ist, das ich mich schulterfrei gezeigt habe. Auf einmal waren mir die Blicke der Urlauber völlig egal. Sie blickten zu dem Verband und schauten dann zur Seite. 

(c) Merle Jahrend

Es war die beste Entscheidung die mein Arzt für mich gefällt hatte.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Wochenlang Werbung für Lipödem

Ulla Popken und die Curvy Aktion

   (c) M.Jahrend


Tataaaa, da ist der  Katalog!

Ulla Popken hatte zu einen Wettbewerb aufgerufen. Frauen sollten sich mit einem Foto für  ein Cover auf  dem aktuellen Katalog und einem Logo bei ihnen bewerben.

Für mich war es die Gelegenheit auf unsere Krankheit aufmerksam zu machen
Mein Titel:
Ulla Popken- Mode auch für Lipödem Damen.

Ganze 5 Wochen war mein Foto mit meinem Text  im Internet zu sehen.

Und obwohl ich auf Platz 2 der Aufrufe lag,
 entschied sich das Team von Ulla Popken allerdings für 30 andere Damen, die dann in die engere Wahl kamen.
Für mich trotzdem ein Erfolg.
Und das meine ich ganz ehrlich!

Sinn und Zweck meiner Teilnahme war einzig und allein mal wieder das Wort Lipödem an die Öffentlichkeit zu bringen.

Und dies ist mir gelungen.

Ein Grund für mich zu feiern!

(c) Merle Jahrend



Montag, 17. Juli 2017

Ein besonderer Fall bedarf einer außergewöhnlichen Firma

Frei nach dem Motto: Nicht kleckern, sondern klotzen

                                                                              
                                                                               

Mit freundlicher Genehmigung der Mitarbeiter Bauerfeind.
(c) Merle Jahrend


Was soll ich sagen?

Nach der Liposuktion an den Armen mit gleichzeitiger Oberarmstraffung , bin ich seelisch erschöpft.
Ich hatte mir als Ziel gesetzt schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Im Internet war aussagefähig zu lesen, dass man nach 3 Wochen bereits gesellschaftsfähig sein soll.

Das nun die Nekrose dazu kommt, konnte ich ja nicht erahnen. Als ich vor einigen Wochen dann die Erlaubnis erhielt, wenigstens am linken Arm die korrekte Kompressionsversorgung tragen zu dürfen, war ich erleichtert und entschied mich für den Hersteller Bauerfeind

Das Sanitätsfachhaus informierte  die Außendienstmitarbeiterin und gemeinsam mit ihrem Kollegen wurde ich zu Hause, da ich noch nicht selbst Auto fahren konnte, ausgemessen und beraten.

Ein Luxus den ich sehr zu schätzen wusste.

Die Kompetenz und das Fachwissen das mir dann vermittelt wurde war sehr beeindruckend.

So viel Aufmerksamkeit und fachliche Herausforderung umzusetzen, bedarf der Liebe zum Beruf.
Und das durfte ich nun selbst erfahren.

In wenigen Tagen ist meine Versorgung da. Und ich bin neugierig wie sie geworden ist.


Bis dahin....