Samstag, 22. Juli 2017

Wenn die Seele Erholung braucht

Meine Seele schreit nach Erholung


(c) Merle Jahrend


Seit nunmehr 7 Wochen und 6 Operationen bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich alles seelisch gut überstanden habe.

Wenn ich so zurück blicke, dann muss ich schon sagen, das ich mir vor meinem Eingriff, niemals hätte vorstellen können, das so viele Komplikationen auf mich zukommen würden.

Umso mehr war ich erfreut, als mein behandelnder Arzt, mir mit Falten auf der Stirn ,erlaubte, mit meiner Familie den vor einem Jahr gebuchten Urlaub in Dänemark begleiten zu dürfen.

Erstmals fuhr mein Mann die gesamte Fahrtstrecke. Und ich war Beifahrerin. Ich sass mit Kissen abgefedert neben ihm auf den Beifahrersitz und hatte meine Kühlakkus auf meinen Armen.

Im Haus fing ich gleich hysterisch an alles mit Desinfektionsmittel auszusprühen.
Auch nicht normal. Ich weiß.


(c) Merle Jahrend


Aber dann kam ich an. Und mit jeden Tag ging es meiner Seele besser.
Die Verbandswechsel machte mein Mann. Abends, in aller Ruhe.

Ich konnte mit an den Strand gehen. Langsam, da ich nicht so viel schwitzen durfte. Wegen der Nekrose in der Achsel des rechten Armes.
(c) Merle Jahrend


An einem Tag am Strand zog mein Mann mir dann meinen Bolero aus. Und ließ mich Schulterfrei am Strand spazieren gehen. Ein völlig neues Gefühl. 
Ich weiß nicht mehr wie lange es her ist, das ich mich schulterfrei gezeigt habe. Auf einmal waren mir die Blicke der Urlauber völlig egal. Sie blickten zu dem Verband und schauten dann zur Seite. 

(c) Merle Jahrend

Es war die beste Entscheidung die mein Arzt für mich gefällt hatte.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Wochenlang Werbung für Lipödem

Ulla Popken und die Curvy Aktion

   (c) M.Jahrend


Tataaaa, da ist der  Katalog!

Ulla Popken hatte zu einen Wettbewerb aufgerufen. Frauen sollten sich mit einem Foto für  ein Cover auf  dem aktuellen Katalog und einem Logo bei ihnen bewerben.

Für mich war es die Gelegenheit auf unsere Krankheit aufmerksam zu machen
Mein Titel:
Ulla Popken- Mode auch für Lipödem Damen.

Ganze 5 Wochen war mein Foto mit meinem Text  im Internet zu sehen.

Und obwohl ich auf Platz 2 der Aufrufe lag,
 entschied sich das Team von Ulla Popken allerdings für 30 andere Damen, die dann in die engere Wahl kamen.
Für mich trotzdem ein Erfolg.
Und das meine ich ganz ehrlich!

Sinn und Zweck meiner Teilnahme war einzig und allein mal wieder das Wort Lipödem an die Öffentlichkeit zu bringen.

Und dies ist mir gelungen.

Ein Grund für mich zu feiern!

(c) Merle Jahrend



Montag, 17. Juli 2017

Ein besonderer Fall bedarf einer außergewöhnlichen Firma

Frei nach dem Motto: Nicht kleckern, sondern klotzen

                                                                              
                                                                               

Mit freundlicher Genehmigung der Mitarbeiter Bauerfeind.
(c) Merle Jahrend


Was soll ich sagen?

Nach der Liposuktion an den Armen mit gleichzeitiger Oberarmstraffung , bin ich seelisch erschöpft.
Ich hatte mir als Ziel gesetzt schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Im Internet war aussagefähig zu lesen, dass man nach 3 Wochen bereits gesellschaftsfähig sein soll.

Das nun die Nekrose dazu kommt, konnte ich ja nicht erahnen. Als ich vor einigen Wochen dann die Erlaubnis erhielt, wenigstens am linken Arm die korrekte Kompressionsversorgung tragen zu dürfen, war ich erleichtert und entschied mich für den Hersteller Bauerfeind

Das Sanitätsfachhaus informierte  die Außendienstmitarbeiterin und gemeinsam mit ihrem Kollegen wurde ich zu Hause, da ich noch nicht selbst Auto fahren konnte, ausgemessen und beraten.

Ein Luxus den ich sehr zu schätzen wusste.

Die Kompetenz und das Fachwissen das mir dann vermittelt wurde war sehr beeindruckend.

So viel Aufmerksamkeit und fachliche Herausforderung umzusetzen, bedarf der Liebe zum Beruf.
Und das durfte ich nun selbst erfahren.

In wenigen Tagen ist meine Versorgung da. Und ich bin neugierig wie sie geworden ist.


Bis dahin....



Samstag, 24. Juni 2017

Nekrose- oder wenn mein Gewebe schwarz wird

Wieso immer ich- oder wenn die Psyche leidet




(c) Petra Jahrend

Seit meiner Liposuktion und der Oberarm-Straffung sind nun einige Wochen vergangen.
Die Schmerzen wurden weniger, sodass ich deutlich weniger Schmerzmittel zu mir nehmen musste.

Wie ich bereits schon vor wenigen Tagen geschrieben hatte, stellte sich bei mir eine Nekrose ein.

Aber was ist überhaupt eine Nekrose?
Nekrose bedeutet: Das eine Zelle so stark geschädigt ist, das sie abstirbt. Damit ich aber nichts falsches schreibe, bitte lest selbst nach unter:Apotheken-Umschau.

Wie konnte es zu einer Nekrose kommen?
Daran bin ich unschuldig. Mehr möchte ich hier erst einmal nicht dazu schreiben.
 
Bei mir befindet sich diese Erkrankung genau in der rechten Achsel.
Einmal wöchentlich wird das abgestorbene Gewebe entfernt . Zuhause reinigt mein Mann das entstandene "Loch" die "Fläche" und sorgt somit dafür das die neuen Zellen sich bilden und die Wunde von innen nach außen sich wieder verschließen kann.

Diese Eingriffe sind schmerzhaft.
Vor wenigen Tagen meinte Bernd:" Ich mag Dir nicht mehr weh tun."

Er tat mir so leid, so unendlich leid!

Aber ich weiß: Auch diese Zeit werden wir gemeinsam meistern . Und es wird unsere Beziehung/ Ehe nur noch mehr stärken.
Natürlich geht es mir an manchen Tagen nicht gut. Natürlich grübel ich, wieso ausgerechnet ich immer alles mitnehmen muss. 
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich diese Erkrankung nicht als Herausforderung sehen würde. 
In diesem Sinne: Packen wir es an! 


Freitag, 16. Juni 2017

Wundheilstörung

Die Haut ist nekrotisch, besser gesagt meine Haut stirbt ab


Hallo und willkommen auf meinem Blog.                      


(c) Merle Jahrend

Heute schreibe ich mal wieder ein paar Zeilen.

Leider kann ich nicht all zu viel Gutes berichten.
Bei dem Entfernen der Fäden und Klammern ist meinem Arzt aufgefallen, das eine Stelle der Haut in der Achsel nekrotisch ist.
Mein Mann hat nach dem Fäden ziehen auf Anraten unseres Arztes, diese Hautstelle  täglich mit einer speziellen Tinktur bestrichen und weiterhin einen Verband angelegt. Dieses Prozedere wurde mehrfach täglich durchgeführt.

Gestern war ich dann wieder in der Praxis und wurde operiert.
Es wurde die  bereits abgestorbene Haut entfernt.

Ich gestehe offen ein, das es mir nicht gut geht.
Ich weine oft und empfinde alles als Albtraum. Mein linker Arm ist gut verheilt. Ich kann ihn bereits bewegen und ganz leicht belasten.
Der rechte Arm beginnt zu heilen.
Und nun das!
Nach Auskunft meines behandelnden Arztes wird es, wenn alles gut verläuft, noch mind. 8 Wochen dauern bis alles geheilt ist.
Wöchentlich habe ich nun meinen Arzt aufzusuchen um evtl. neues totes Gewebe entfernen zu lassen.
Täglich hat mein Mann die Aufgabe erhalten meinen Verband zu wechseln. Er muss dann mit einer Pinzette in die tiefe Wunde gehen, dort das mit Antibiotikum getränkte Fliess entfernen und ein Neues hinein legen. Die um diese Wunde liegenden Hautstellen wird Bernd mit einer weiteren Tinktur bestreichen müssen.

Ich gebe zu, so habe ich es mir nicht vorgestellt. Und ja, ich bin sehr traurig und weine oft. Der Sommer kommt und ich wollte so gern erstmals seit Jahrzehnten ärmellos durch den Sommer gehen. 
Ich hatte mich darauf gefreut, endlich schmerzfreier meine Arme bewegen und heben zu können.

Und nun darf in einem dicken Verband mit starken Schmerzen  den Sommer verbringen und noch darauf achten nicht all zu viel zu schwitzen.
(c) Bernd Jahrend




Montag, 12. Juni 2017

Besuch vom Kompressionshersteller

Firma Bauerfeind  

                    
(c) Merle Jahrend-mit Genehmigung von Frau Niedermark


Huhu, ich bin es Merle!

Ein paar Tage habe ich nichts geschrieben weil ich zu faul war.
Bitte entschuldigt, aber ich brauche langsam die Sommerferien.

Mama hatte Besuch von Frau Niedermark. Sie arbeitet bei der Firma Bauerfeind.
Die Firma stellt auch Kompressionsstrümpfe her.

Meine Mama ist Leiterin der Selbsthilfe-Gruppe Wendland LiLys.

Und beide kennen sich  wegen der Gruppe schon länger. Ich meine Frau Niedermark und meine Mama.
Da Mama die Operation hatte, kam Frau Niedermark vorbei und hat Mamas Lieblingskekse vorbei gebracht.


Ich habe natürlich zugehört. Und erfahren, das Kompression nicht gleich Kompression ist. Aber darüber werden Mama und ich bald mehr schreiben.

So für heute hör ich auf.
Morgen schreibe ich wieder--
tschö, Merle

(Text by Merle)


Donnerstag, 8. Juni 2017

Der Tag der Tage

Massenandrang beim Fäden ziehen!!

Hallo,ich bin es wieder ,Merle.

Mama war heute beim Fäden ziehen.
Ich konnte leider nicht dabei sein,denn ich musste zur Schule.
Papa hat mir aber alles genau erzählt.

Mamas Arzt hat die Fäden und Klammer eine Stunde lang gezogen.
Es waren eigentlich nur  20 min geplant .
Es waren ein paar Klammern und Fäden in der Haut verwachsen,wodurch es länger dauerte.
Doch das Lustige während des Fäden ziehen`s war,dass fast alle Krankenschwestern in den Raum kamen und so taten ,als hätten sie etwas zu tun .
In Wirklichkeit  aber,wollten sie nur zu gucken ,wie der Arzt die Klammern entfernt,da sie es in der Praxis kaum  gesehen haben.
Hier ist ein älteres Bild von der Narbe , kurz nach der OP
(c) Merle Jahrend 
Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Narbe.

Für das Ziehen der Klammern , ist eine bestimmte Zange notwendig  ,die diese Praxis nicht besaß.
Wir hatten sie vom Krankenhaus mitbekommen.

Es werden Klammern gerne verwendet ,weil es schnell geht  und sie eine dünnere Narbe hinterlassen,doch sind sie teurer.
Ärzte verwenden sie daher nicht so häufig ,wie Fäden.Es ist einfach zu kostspielig .
Auch das entfernen ,der Klammern ,ist für den Patienten angenehmer.

Während des ziehen´s ,der Klammern und Fäden ,hat der Arzt mit Mama geredet und sie so abgelenkt.

Fassen wir mal zusammen: Es wurden ca.80 Klammen und 50 Fäden entfernt / gezogen.
                                            Die Narbe ist  jeweils ca.35 -40 cm lang .
                                            Wir haben bereits über 150 Pflaster verwendet ( ;D )
                                             

Das war es für heute und Tschö.
Lg Merle 

(Text by Merle )